Stadtarchivar Dr. Armin Heim gibt einen Überblick über den engen kulturellen Austausch zwischen Meßkirch und Innsbruck zur Zeit des letzten Zimmerngrafen und ebenso über das weitgespannte verwandtschaftliche Netzwerk der Zimmernfamilie am Ende des 16. Jahrhunderts.
Unter Wilhelm von Zimmern (1549-1594) erreichte die Herrschaft der Grafen von Zimmern ihren Höhepunkt. Schon in jungen Jahren erklomm der einzige Sohn des Chronisten und Erbauers des Renaissance-Schlosses Froben Christoph von Zimmern die Karriereleiter und wurde nicht nur Obersthofmarschall, sondern auch enger Vertrauter des Erzherzogs Ferdinand II. von Tirol. Der glanzvolle Hof in Innsbruck wurde in vielem vorbildhaft für die gräfliche Residenz in Meßkirch. Wilhelms neun Schwestern waren eingebunden in eine zielgerichtete Heiratspolitik, durch die die Zimmern mit führenden Familien des schwäbischen und österreichischen Hochadels verwandt und verschwägert wurden.