Stiften gehen! - Der Hospital zum Heiligen Geist
Die Führung erzählt von der Gründung des Spitals zum Heiligen Geist 1239 und zeigt, wie diese soziale Einrichtung das Leben der Menschen und die Entwicklung Biberachs nachhaltig prägte.
1239 wird als Gründungsjahr des Spitals zum Heiligen Geist in Biberach genannt. Warum es bis heute „der Spital“ heißt, bleibt ein Rätsel, das sich wohl nie ganz lösen lässt. Im Mittelpunkt der Führung steht das Leben der Menschen in und um diese bedeutende soziale Einrichtung: Wie wurde geheilt? Wo wurden Zähne gezogen? Wer waren jene Menschen, die aus „Gottes Willen“ Aufnahme fanden?
Besonderes Augenmerk gilt den Bauern, die das gesamte Konstrukt durch schwerste Arbeit mitfinanzierten. Welche Folgen hatte dies für ihr eigenes Leben, und wie erging es ihnen im Alltag? Zudem wird der Zusammenhang zum Baltringer Haufen beleuchtet, der an den Bauernaufständen von 1525 beteiligt war und maßgeblich zur Formulierung der „Zwölf Artikel“ beitrug – der ersten Niederschrift von Menschen- und Freiheitsrechten in Europa.
Über Jahrhunderte hinweg half „der Spittel“ den Biberachern aus nahezu jeder Notlage. Warum wurde diese Institution dennoch immer wieder an den Rand des Ruins gebracht? Und welchen nachhaltigen Einfluss hatte die Spitalgründung auf die Entwicklung der Stadt Biberach insgesamt?
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