„Gehet hin und zeigt Euch den Priestern!“ (Lukas Evangelium ) - Religion, Medizin und Armenfürsorge
In der Geschichte der 1220 zur Freien Reichsstadt erhobenen Gräflichen Siedlung Pfullendorf spielt das Spital über 800 Jahre eine zentrale Rolle. Das Hospital hatte vielfältige Aufgaben zu erfüllen und war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts die wichtigste Finanzierungsquelle der Stadt, bis es von den aufblühenden mittelständigen Unternehmen und Firmen abgelöst wurde. Ausgehend von der christlichen Armen- und Krankenfürsorge wurden Gelder, Häuser und Ländereien gestiftet, die in einem Spitalfond gesammelt, verwaltet und eingesetzt wurden. – Neben kommunalen Gebäuden wurden bis 1873 auch ein Leprosen- und Armenhaus betrieben und finanziert. 1976 wurde die Liegenschaft schließlich verkauft.
Am 10. September 2026 spricht der Benediktiner Jakobus Kaffanke vom Ramsberg um 19.00 Uhr im Städtischen Museum „Altes Haus“ zur Geschichte des Pfullendorfer Leprosenhauses, das heute nicht mehr existiert.
Der Eintritt ist frei, eine Spende ist willkommen.
Bitte beachten Sie, dass es keinen barrierefreien Zugang zum Alten
Haus gibt. Die Teilnahme ist kostenfrei und eine Anmeldung ist nicht
erforderlich.
Der Vortrag findet im „Alten Haus“ statt. Dieses wurde 1317 als
kleinadliger Wohnturm gebaut und am Anfang des 15. Jh. zu einem
Fachwerkhaus ausgebaut. Eine architektonische Besonderheit ist die
radiale Balkenführung.