Biberach: Museum Biberach


Braith-Mali-Museum
Museumsstraße 6
88400 Biberach an der Riß

07351/ 51331
07351/ 51314

museum‎@‎biberach-riss.de
www.museum.biberach-riss.de

Erstaunlich ist die nicht abreißende Reihe bedeutender Künstler aus dem doch kleinen Biberach. Dafür legt das reich ausgestattete städtische Museum ein beredtes Zeugnis ab. Zu den ganz Großen zählt Johann Melchior Dinglinger, der Goldschmied des Deutschen Barock, dessen juwelenbesetzter Blumenkorb zu sehen ist. Hauptwerke süddeutscher Kunst sind hier versammelt, die Barockgemälde von Johann Heinrich Schönfeld oder die bezaubernden Genrebilder von Johann Baptist Pflug. Einzigartig sind die vollständig erhaltenen Künstlerateliers der Münchner Tiermaler Anton Braith und Christian Mali ein Kulturdenkmal ersten Ranges. Die oberschwäbische Erd-, Natur- und Kulturgeschichte wird lebendig erzählt: Fossilien von Fischsauriern, Haien und Mammuts entführen in eine Zeit vor Jahrmillionen. Eine denkmalgeschützte Archäologiesammlung offenbart das Leben steinzeitlicher Rentierjäger, bronzezeitlicher Pfahlbaufischer, von Kelten, Römern und Alemannen. Seit 2010 befindet sich die neue Weberabteilung im Museum.

Ausstellung vom 03. Dezember 2012 bis 04. März 2012: Geschirr für Olympia - Heinz H. Engler, Industriedesigner
Der Name des Biberacher Designers Heinz H. Engler (1928–1986) findet sich in vielen Überblickswerken zur Deutschen Designgeschichte. Er ist untrennbar mit Hotelgeschirr und dem Geschirrsystem "B 1100" verbunden. Mit ihm stellt die Firma Gebr. Bauscher das Geschirr für die Verpflegung der Athleten, Funktionäre und Journalisten der Olympischen Sommerspiele 1972 in München. Seit seinem Erscheinen im Jahr 1962 wurde dieses weiße Porzellan mit den stapelbaren Teilen zum meistgekauften Hotelgeschirr der Welt. Fast alle (westdeutschen) Bundesbürger haben es schon einmal in der Hand gehabt. "B 1100" und die zeitgleich entstehenden Geschirre prägen über mehr als drei Jahrzehnte die Essenssituation in Betriebskantinen und Kasernen, Kranken- und Tagungshäusern, in Mensen, Jugendherbergen und Sportheimen. Ihre Kennzeichen sind glänzende Oberflächen, eine vollständig gestraffte Außenhaut, der Verzicht auf schwingende oder bauchige Volumen.Doch Heinz H. Engler hat auch Glas gestaltet. Seit den späten 1950er Jahren entwirft er zahlreiche Glasserien der Firma Wiesenthalhütte, ab 1972 formt er die Produkte der Firma Stölzle – Gläser, Vasen, Kannen, Lichter und Aschenbecher. Viele von ihnen werden mit Preisen für gute Form ausgezeichnet. Die Ausstellung erlaubt einen Überblick über Englers Schaffen und ermöglicht einen Einblick in die Formensprache der 1960er Jahre. In dieser Zeit erobern Produkte des Industrial Design die Alltagswelt. Die industriell hergestellten Gegenstände sind funktionsgerecht, formal reduziert und von technischer Anmutung. Ihre Formen tragen die präzisen Vorgaben durch die Maschine in sich, wie auch das gestalterische Experiment. Die Ausstellung präsentiert das Originalmodell der Olympiastadt München von 1972. Sie zeigt Beispiele von Design-Klassikern und Produkte von Englers Zeitgenossen. Werke der Malerei ergänzen die Schau.

Kabinettausstellung bis 15. Januar 2012: Gerhard Mayer zum 100. Geburtstag
Mayer lebte von 1953 bis zu seinem Tod 1999 in Biberach. Er gründete 1953 in der Consulentengasse ein Fotostudio, gab es allerdings schon wenige Jahre später wieder auf, um sich ganz der freien Malerei widmen zu können. In mehr als drei Jahrzehnten schuf er zahlreiche Bilder im Stil des expressiven Realismus, vor allem Landschaftsdarstellungen und Ansichten von Biberach. Der diesjährige Kalender der Kreissparkasse Biberach ist seinen Werken gewidmet.

Öffnungszeiten:
Di bis Fr 10.00 - 13.00 und 14.00 - 17.00 Uhr, Do bis 20.00 Uhr, Sa/So 11.00 - 18.00 Uhr 

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