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Krippenmuseum Oberstadion

"Ihr Kinderlein kommet...

... oh kommet doch all, zur Krippe her kommet..., hat der oberschwäbische Theologe und Kinderbuchautor Christoph von Schmid bereits im frühen 19. Jahrhundert gedichtet.
In seiner Heimat wird diese Aufforderung bis heute wörtlich genommen. Jahr für Jahr schmücken deshalb wunderschöne Weihnachtskrippen die prächtigen Barockkirchen Oberschwabens. Die bildhaften Darstellungen der Weihnachtsgeschichte haben in der Region zwischen Ulm und Bodensee, wo jedes Dorf eine große Kirche hat, eine lange Tradition. Kunst und Glauben sind in Oberschwaben besonders enge Verbündete. Ergreifen statt belehren ist das Motto der Krippenbauer, deren Kunst von Riedlingen bis Wangen und von Mengen bis Bonlanden jede Weihnacht erneut bewundert werden kann. Die meisten Krippen werden ab dem ersten Advent aufgebaut und spätestens an Weihnachten ist die Weihnachtsgeschichte vollständig zu sehen. Die meisten Krippen bleiben traditionell bis zum 2. Februar, dem Tag der Mariä Lichtmess, in den Kirchen stehen.
Das ganze Jahr über zu sehen sind Krippen im Krippenmuseum Oberstadion. Dort sind in der historischen Pfarrscheuer Exponate der Crème de la Crème der Krippenkünstler aus Deutschland, Österreich und Italien zu sehen. Auch im Kloster Bonlanden sind ganzjährig Krippen zu bestaunen.