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Altshausen


Bürgermeisteramt -Tourismus-
Hindenburgstr. 3
88361 Altshausen

07584/ 9206-0
07584/ 1012

info‎@‎altshausen.de
www.altshausen.de

Altshausen liegt mit seinen 4.650 Einwohnern an der B 32 zwischen Bad Saulgau und Ravensburg inmitten einer weitreichenden Riedlandschaft. Über die Grenzen hinaus bekannt ist Altshausen wegen seines ehem. Deutsch-Orden-Schlosses, einer barocken Schlossanlage des Baumeisters Johann Caspar Bagnato aus dem 18. Jahrhundert. Die Geschichte Altshausens lässt sich urkundlich seit dem 11. Jahrhundert verfolgen. Altshausen ist ein wunderbarer Ausgangspunkt für Erkundungstouren in alle Himmelsrichtungen. Die Oberschwäbische Barockstraße und jede Menge der schönsten Wanderrouten sind von hier aus bequem zu erkunden. Sehr schön und idyllisch gelegen ist auch der Altshauser Weiher mit gepflegtem Naturfreibad.

Öffentlicher Nahverkehr:
Bahnhof, Busanschluss

Übernachten:
Gastgeber

Aktivitäten:
Rad- und Wanderwege, Naturfreibad "Alter Weiher", Tennis, Konzerte

Sehenswürdigkeiten:
Barocke Schlosskirche, Schlosspark, Geschichts- und Heimatmuseum, Ausstellung "Hermann der Lahme", Heilig-Grab-Kapelle

Besondere Sehenswürdigkeiten:
Das heilige Grab zu Altshausen
Mit dem Heiligen Grab aus dem Jahre 1783 bietet Altshausen eine besondere Sehenswürdigkeit. Dieses eindrucksvolle Meisterwerk aus der Barockzeit ließ der damalige Landkomtur Christian von Königsegg-Rothenfels anfertigen. Das Heilige Grab besteht aus zwei großen bemalten Leinwänden, 23 Bildtafeln sowie sieben Bögen und weist einen großen Figurenreichtum auf. Die Einzelteile sind so geschaffen und angeordnet, dass sie einen großartigen räumlichen Eindruck hinterlassen. Viele Jahre wurde es kurz vor Ostern in der Pfarr- und Schlosskirche St. Michael aufgestellt. In der Liturgie der Karwoche und bei der Auferstehung in der Osternacht hatte es einen hohen Stellenwert. Aufgrund der Liturgiereform in der Mitte der 1950er Jahre durfte es nicht mehr in der Kirche aufgebaut werden. Das Kunstwerk wurde auf Dachböden verbannt, hier sehr in Mitleidenschaft gezogen und drohte unrettbar verloren zu gehen. Daher wurde im Jahre 2001 ein Förderverein zur Rettung des Heiligen Grabes gegründet. Um neuerlichen Beschädigungen durch den alljährlichen Auf- und Abbau zu entgehen, konnte durch das große Entgegenkommen von Herzog Carl von Württemberg eine Heilig Grab-Kapelle erbaut werden, wo dieses einmalige Kunstwerk und Zeugnis des Glaubens heute seinen Platz hat. Das Heilige Grab kann während der Öffnungszeiten der Kirche besucht werden. Die Informationsschrift "Das Heilige Grab zu Altshausen" enthält eine ausführliche Beschreibung des Kunstwerks. Sie liegt in der Kirche auf und kann dort zum Preis von 2,50 Euro erworben werden.

Hermann der Lahme – Universalgelehrter aus Altshausen
Bevor Schloss, Kirche und Ländereien Anfang des 19. Jahrhunderts an das Haus Württemberg übergegangen sind, gehörte der Besitz dem Deutschen Orden. Der hatte Altshausen schon im Mittelalter zu einem wichtigen Verwaltungssitz in Oberschwaben gemacht. Das wiederum hat etwas mit dem Grafengeschlecht zu tun, das damals im Mittelalter in Altshausen ansässig war. Im Jahre 1013 als Sohn des Grafen geboren, wurde er früh dem Kloster Reichenau übergeben. Seine schwerste körperliche Behinderung wurde durch geistige Größe ausgeglichen. Hermann entwickelte sich zu einem genialen Forscher und Lehrer, der alle Zeitgenossen seines Jahrhunderts überragte. Neben Astronomie, Mathematik und fast allen Feldern der Wissenschaft widmete sich Hermann auch der Lehre von der Musica, entwarf eine Intervall-Notenschrift und komponierte selbst. „Salve Regina“ (sei gegrüßt o Königin) ist heute noch Allgemeingut. 1054 starb Hermann der Lahme, wie er aufgrund seiner starken Behinderung genannt wurde. Auch wenn die Lebenserwartung im Mittelalter nicht so hoch war wie heute, war er mit 41 Jahren dennoch zu jung. Aus Anlass seines 950. Todestages wird in der Schlosskirche St. Michael an den großen Gelehrten erinnert. Bild- und Texttafeln zeigen sein Leben und sein Wirken auf. Überdies wird auch eine Reliquie von ihm in der Kirche aufbewahrt. Im neuen Geschichts- und Heimatmuseum Altshausen (eröffnet Okt. 2007) wurde ihm eigens das Hermannus-Zimmer gewidmet.

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